Auf den Spuren der Kelten - Das Keltenmuseum Hochdorf

Die erste gemeinsame Unternehmung im neuen Jahr begann für die Teilnehmer des Comeniusprojekts am 21.Januar gegen zehn nach eins an Gleis 2 des Asperger Bahnhofs. Die Gruppe machte sich gemeinsam mit den beiden Lehrerinnen Frau Steigertahl und Frau Bente auf den Weg ins Keltenmuseum nach Hochdorf an der Enz.

Bild entfernt. Da die Exkursion, sowie die momentane Arbeit der Gruppe unter dem Thema "Die Kelten im mittleren Neckarraum" stand, war die Aufgabe für diesen Nachmittag klar: So viel wie möglich über unsere keltischen Vorfahren, insbesondere über diejenigen, die ihr Leben auf und um den Hohenasperg herum verbrachten, herauszufinden. Nach einer mehr oder weniger umständlichen, einstündigen Fahrt mit Bus und Bahn kamen alle gegen ca. viertel drei im Museum an, so dass man sich noch kurz von den Strapazen des Nahverkehrsreise erholen konnte. Pünktlich um 14.30 Uhr begann dann die Führung, durch Herrn Dr. Bader, den Museumsleiter, der versprach besonders auf Asperg einzugehen. Nachdem wir zunächst einen zeitlichen Überblick erhielten, näherten wir uns beim Thema keltische Fürstengräber und -sitze erstmals Asperg. Hierbei mussten wir mit Schrecken erfahren, dass Asperg zwar durch den Hohenasperg, der als Fürstensitz das Zentrum des mittleren Neckarraums bildete, über großartige keltische Geschichte verfügt, aus dieser Zeit aber zumindest auf dem Hohenasperg fast keine Spuren zurückgeblieben sind, da vieles während der nach-folgenden Kriege zerstört oder zu einem späteren Zeitpunkt überbaut wurden. So konnten lediglich drei Tonscherben gefunden werden.

Bild entfernt. Im Bezug auf Funde können somit die Asperger Fürstengräber, das Kleinaspergle und der Grafenbühl, mehr vorweisen: Vor einigen Jahren wurden Exponate aus diesen Gräbern auf einer gesamtdeutschen Archäologie Ausstellung in Frankfurt am Main zur Schau gestellt.
Verwundert waren die meisten der "Hobbyarchäologen" dann auch noch einen waschechten Asperger Promi zu sehen, denn im hochdorfer Museum ist das Original-skelett eines keltischen Fürsten mit ehemaligem Wohnsitz auf dem Hohenasperg ausgestellt. Dass dieser nicht nur auf Grund seiner Position in der damaligen Zeit herausragend war, wird schnell klar, wenn man seine auch heute noch stattliche Größe von 180cm mit der damaligen Durchschnittsgröße von ca. 160cm vergleicht. Auch überragte der Fürst seine Untertanen nicht nur zu Lebzeiten, sondern überlebte mit seinem Alter von 50 Jahren die meisten um mehr als 20 Jahre.

Auch die Comeniusprojektteilnehmer verließen Hochdorf natürlich nicht ohne den weltberühmten Nachbau des keltischen Fürstengrabes bestaunt zu haben. Dabei verwunderte nicht nur die prunkvolle Ausstattung der Grabkammer, sondern auch die Zahl von 1 Million DM, die es gekostet hat diese Grabkammer so naturgetreu nach-zubauen. Leider war jedoch der einzigartige Nachbau der Kline nicht zu sehen, da sich diese zu dieser Zeit auf einer Ausstellung in Berlin befand.
Mit einer Diashow, die den Abschluss des Museumsbesuchs bildete, wurden manche Dinge nochmals verdeutlicht und teilweise neue Aspekte aufgezeigt. Im Anschluss an diese bildliche Zusammenfassung des Gehörten, machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg.

Unterm Strich stand so am Ende einer interessanten Exkursion neben einigen neuen Eindrücken, das Gefühl endlich einmal etwas "echt-keltisches" gesehen zu haben und ein bisschen keltische Luft geschnuppert zu haben.

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